Sonntag, 2. Juli 2017

Die Insel ruft zur Fernfahrt

Radfernfahrer Mike Fellendorf verbringt zurzeit beinah mehr Stunden im Sattel als auf der Couch. Sein Höhepunkt steht an.

Von Gerhard Geidel
erschienen am 26.06.2017

 

Lichtenstein. Hobby-Radfernfahrer Mike Fellendorf steckt mitten im Vorbereitungsstress. Der Höhepunkt des Jahres rückt immer näher. Ende Juli/Anfang August macht er sich auf den Weg nach Großbritannien, um die Radfernfahrt London-Edinburgh-London unter die Pedalen zu nehmen.
Den letzten Härtetest hat er nun hinter sich gebracht. Der Lichtensteiner ist zum nunmehr elften Mal die Fichkona gefahren, eine Fernfahrt vom Fichtelberg zum Kap Arkona. Zu bewältigen waren 606 Kilometer. Mike Fellendorf hat, wie schon in den vorangegangenen Jahren, eine Gruppe Gleichgesinnter geführt. Für fünf Fahrer war er der Teamleiter. "Es war eine harte Tour, wir hatten fast die gesamte Strecke Gegenwind. So war die Fichkona in diesem Jahr ein echter Härtetest auf London-Edinburgh-London", so sein Fazit. Aller 90 Minuten wurde eine Pause eingelegt, ansonsten ging es Non-Stop an die Ostsee. Nach 26:28Stunden haben die Radsportler Wasser gesehen.
Die Vorbereitung auf das Rennen auf der Insel ist nicht nur intensiv, sondern auch umfangreich. Wer dabei sein will, muss sogenannte Brevets absolvieren, das sind vom Veranstalter geforderte Touren, die, zum Beispiel durch Stempel an Tankstellen, nachgewiesen werden müssen. Drei, über 200, 300 und 600 Kilometer hat Fellendorf hinter sich gebracht. Der Lichtensteiner bereitet sich noch auf andere Art und Weise vor. So besucht er gleich mal seine Schwiegereltern in der Nähe von Oranienburg mit dem Rad, das sind jeweils rund 310 Kilometer. Außerdem legt er öfters vor der Arbeit Strecken zwischen 90 und 115 Kilometern zurück. Und auch bei der Sternfahrt von Langstreckenradfahrern aus Deutschland und Holland Eisenach-Weißenfels-Eisenach über 400Kilometer war er dabei.
Den Startplatz für London-Edinburgh-London hat er bereits sicher. Das bedeutete fast eine ganze Nacht vor dem Computer sitzen, denn die Teilnahmeberechtigung wird im Internet vergeben. 1500 Langstreckenenthusiasten aus der ganzen Welt gehen laut Fellendorf an den Start. Nach 2013 ist es seine zweite Teilnahme. 103 Stunden hat er damals gebraucht. Unter 100 Stunden zu kommen ist diesmal sein Ziel.

de.londonedinburghlondon.com

Meine 11te Fichkona!

Das war's dann Mal wieder nach 26 Stunden und 28 Minuten am Kap Arkona angekommen. Meine GPX Datei spinnt​ Rum, also kurz so bis ich es Überarbeitet habe ca. 610 km bei ca. 3500 hm und einen Durchschnitt von 26,50 km/h. Gestartet ist unsere Gruppe mit 5 Teilnehmern bei Starkem Gegenwind und erst nach ca. 220 bekamen wir ein paar Leutchen mehr so das wir da 13 waren. Alle 5 die am Fichtelberg gestartet sind, sind auch angekommen, Respekt Jungs, es war am Anfang nicht einfach. 5(220)-13-(293)-18(613).


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Sonntag, 11. Juni 2017

Brevet 600 oder so wurde ich zur Rothaut

Der Brevet sartete und schwups, da waren wir nur noch zu 5 von 13 Teilnehmern, ich entschied dann, vor Eilenburg mich altersbedingt auch auszuklinken, denn mit einem ca. bis dahin gefahrenen 40 er Schnitt würde ich nicht über die 600 km kommen. Ab da machte ich mich allein auf den weg nach Wörlitz wo die erste Kontrollstelle war. In Torgau als ich gerade wieder losfahren wollte kam Roland und fragte ob ich auf ihn warten würde und unüblicher weise sagte ich ja, da ich ja zu 85 Prozent meine Brevet allein Fahre, es sollte sich herausstellen das dies für den weiteren verlauf des Brevet die richtige Eintscheidung war.es ging locker durch die nicht allzu kalte Nacht nach Oschatz, Bennewitz wieder nach Torgau.an München/E. vorbei, Geierswalde, Hoyerswerda nach Weisswasser. Hier bekamen wir nichts zu Essen, also besser gesagt, hier wollten wir richtig Mittagessen.Daraus wurde nichts, dies auch in den folgenden Stunden und so raste ich mehr und mehr in einen Hungerast, aus vorbei nichts ging mehr, so unterstützte mich Roland mit Traubenzucker usw. Meisen, hier ein Paar minuten Schlaf, mehr als 5-10 min waren nicht drin. Es ging auch langsam Berg auf, mit mir und natürlich auf Olaf´s modifizierter Strecke, bis dato hatten wir ja gerade mal 499 km mit 1500 hm, die restlichen ca. 1700 folgten auf den letzten 100 km. Mit der neuen Kraft ddie in mir wieder zum Leben erwachhte, kam Durst, somit waren meine 2 Flaschen auch  bald leer, über weite Strecken kein laden noch sonst was, ich fragte eine Frau die im Garten beschäftigt war, ob sie nicht eiin wenig Wasser aus dem Gartenschlauch bekommen könnt ich bezahle es auch, Antwort "Nein, aber sie können gern ein wenig Mineralwasser aus der Flasche bekommen" ich nahm Dankend an.Ab hier lief alles wieder Reibungslos fast bis ins Ziel, ich 40 km vorm Ende Minipanne, Navi aus, Neustart, Roland plötzlich weg, gegenseitig gesucht und erst mit ca. 5 minuten Unterschied im Ziel wieder getroffen. Danke, Danke, Roland das du mir über die schweren Stunden bei diesem Brevet geholfen hast.


Wetter, Sonne, Sonne, Rothautwetter pur!